Joseph Kosuth und Verena Nusz

The propositions of art are not factual, but linguistic in character, that is, they do not describe the behavior of physical or even mental objects: they express definitions of art, or the formal consequences of definitions of art.

Joseph Kosuth: „Art After Philosophy I & II.“ Studio International, Oktober/November 1969.

Joseph Kosuth ist einer der Haupt-Theoretiker der Art & Language-Bewegung. Seiner Ansicht nach ist jedes erschaffene Objekt ein wahrhaftiges Kunstwerk. Es ist der begleitende Diskurs, der das Werk zu Kunst macht. Man kann sogar sagen, dass das Kunstwerk durch und für die Analyse unsichtbar wird. Die Art & Language-Bewegung reihte sich also zwischen die Strömungen der analytischen Philosophie ein. Eines der emblematischen Werke, die diese Herangehensweise wiederspiegeln, ist das berühmte One and Three Chairs von Joseph Kosuth. Es besteht aus einem Klappstuhl, dem Foto desselben Klappstuhls und einem vergrößerten Wörterbucheintrag zum Begriff „Stuhl“.

Dieses Conceptual Art Kunstwerk zeigt ein Werk, das einzig und allein dazu dient, sich selbst zu definieren. (siehe Foto)

Joseph Kosuth, One and three chairs

Joseph Kosuth, One and three chairs

 

Die Gestaltung der Arbeit von Verena Nusz Kunst scheint sehr ähnlich zu der von Joseph Kosuth, und das schon seit ihren ersten Kreationen. Von Beginn an betrachtet sie Kunst und Sprache als zwei intrinsisch miteinander verbundene Konzepte. Zumindest kommt die Kunst nur durch die Sprache zum Vorschein. Das Werk wir nur durch theoretische Aufarbeitung zu einem Kunstwerk. Der Diskurs über die künstlerische Vorgehensweise gibt dem Objekt Sinn und verändert es grundlegend in seiner Natur.

 

 

Verena Nusz Grey Variation N°7

Verena Nusz Grey Variation N°7

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